Verlorene Weiblichkeit heilen – Zurück zu innerer Kraft

Viele Frauen kennen das Gefühl, ihre Weiblichkeit verloren zu haben – durch gesellschaftlichen Druck, alte Verletzungen oder innere Blockaden. Verlorene Weiblichkeit kann tiefe Spuren hinterlassen und sich auf Selbstwert, Beziehungen und Lebensfreude auswirken. In diesem Artikel erfährst du, wie du deine innere Stärke wiederentdeckst, alte Wunden löst und einen liebevollen Zugang zu deiner eigenen Weiblichkeit findest.

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Verlorene Weiblichkeit: Wege zur Heilung & Selbstentdeckung

Es ist schon erstaunlich, wie viele verschiedene Gesichter des menschlichen Leids einem Heiler in seiner Praxis, im laufe der Jahre begegnen können. Der nächste Fall handelt um Tina (Name geändert). Tina war 35 Jahre alt und suchte mich auf, weil sie große Probleme mit den Selbstwertgefühlen hatte.

Sie erzählte mir, dass  sie seit zehn Jahren mit demselben Partner eine Beziehung führen würde, aber sie mit diesem Mann nie sexuell aktiv geworden war. Sie würde mit diesen Mann auch nicht zusammen wohnen aber er hätte seine Wohnung auf derselben Etage, direkt neben ihrer Wohnung.

Sie wohnten also nebeneinander, verbrachten Zeit miteinander aber schliefen nie zusammen im selben Bett. Auch Zärtlichkeiten, wie Umarmungen, fielen ihr schwer.  Das geben, sowie das bekommen.

Ihren Mann würde es nicht stören, allerdings hätte Tina es eigentlich gerne anders. Da nagte aber etwas Unbekanntes an ihrem körperlichen Selbstwertgefühl. Welches sie sich selbst aber nicht erklären konnte. Auch mit ihren vorigen Partnern gab es auf dieser Ebene oft Schwierigkeiten.

Ich befragte Tina weiter und im Laufe dieses Gespräches erzählte sie mir dann, dass sie bereits drei Schönheit-OPS an ihren Brüsten vornehmen lies um dieses körperliche „Unwohlsein“ zu lösen.

Unwillkürlich schaute ich auf ihren Brustbereich denn meistens, wenn Frauen eine Schönheitsoperation im Brustbereich vornehmen lassen, werden die Brüste vergrößert. In Tinas Fall konnte ich nichts von einer vergrößerten Oberweite erkennen. Das Gegenteil war der Fall.  

Tina bemerkte dass ich verwirrt war. Sie lachte und sagte: „Nein! Ich habe meine Brüste verkleinern lassen!“

Ich fragte erstaunt nach. „Ganze dreimal?!“

„Ja“, antwortete sie. „Ich dachte halt  nach jeder der OPs, sie könnten doch gerne noch etwas kleiner sein…“

„Gab es denn irgendeinen gesundheitlichen Grund dafür?“ hakte ich nach.

„Nein“, antworte Tina. „Nur psychisch, irgendwie…“

Da ich im weiteren Gesprächsverlauf mit Tina keine weiteren, brauchbaren Hinweise zur Ursache der Problematik bekam, entschloss ich mich mit der Heilarbeit zu beginnen um ihr Unterbewusstsein nun direkt zu befragen.

Ich begann mit meiner üblichen Vorgehensweise um Tina in einen entspannten Bewusstseinszustand zu versetzen. Dazu arbeite ich mit meiner Stimme in Kombination von Heilenergien. Nachdem einige Minuten verstrichen waren befand sich Tina im Alpha Zustand und erste mentale Bilder erschienen in ihrem Geiste. Dann verspürte sie etwas Angst. Als ich sie fragte warum sie diese Angst empfinden würde,  konnte sie mir darauf zunächst keine präzise Antwort geben.

Daraufhin sagte ich ihrem Unterbewusstsein, es solle nun an den Punkt in der Vergangenheit zurückkehren, an denen Tina dieses Angstgefühl zum allerersten Mal empfunden hatte.

Wieder verstrich etwas Zeit, doch dann sah sich Tina in ihrem Geiste als dreizehn  oder vierzehn jähriges Mädchen. Ich fragte sie, wo genau sie sich grade befindet.

Tina atmete schneller und ihre geschlossenen Augenlider flackerten. Ihr Gesicht nahm eine rötliche Farbe an und ein leichter Schweißfilm bildete sich auf ihrer Stirn.

Sie befand sich in ihrem Zimmer, lief hin und her. Verzweifelt, voller Angst und Panik Gefühlen.

„Ich habe solche Angst. So furchtbare Angst…!“ sagte Tina, und ihr liefen einige Tränen über die Wangen.

„Was ist denn grade vorher passiert?“ fragte ich liebevoll nach.

Sie hatte grade ihre allererste Blutung bekommen. Und sie dachte, dass sie jetzt sterben würde. Ihre Mutter hatte sie nicht darüber aufgeklärt und somit wusste die arme kleine Tina nichts darüber, dass sie ab einem bestimmten Alter ihren natürlichen Regelblutungen bekommen würde.

Nach einer Weile beruhigte sie sich etwas von dem Schock. Und sie glaubte fest daran, dass sie wohl krank sei. Aber was sollte sie jetzt tun? Sie wusste keine Antwort darauf.  Sie traute sich nicht jemanden davon zu erzählen, vor allem nicht ihren Eltern. So sehr war sie von dem Vorfall beschämt. Niemanden konnte sie sich anvertrauen. Für ihre Eltern war Sexualität ein Tabu Thema über das man nicht sprach.  

Wie schrecklich muss das für die kleine Tina gewesen sein? Eine furchtbare Vorstellung für mich, dass ein Kind so leiden musste. Wo man die Angst mit einfachen Worten der Aufklärung und mit etwas Liebe ganz einfach hätte beseitigen können.

Die besudelte Unterwäsche versteckte Tina erst einmal unter ihrem Bett und als nach einer Woche der böse Spuk endlich aufhörte, war sie sehr erleichtert und glücklich. Ein Stein fiel ihr vom Herzen. Sie hoffte inständig, dass so etwas nie wieder passieren würde.

Einige Tage später spielte Tina mit anderen Jugendlichen auf dem Spielplatz um die Ecke. Als sie nachmittags nach Hause eilte, sah sie ihre Mutter bereits am offenen Fenster.

Ihre Mutter wirkte  sehr wütend auf sie und rief ihr zu, dass sie sofort nach oben kommen soll. Tina erfasste Panik, denn sie ahnte schon, dass Mama ihr schlimmes Geheimnis entdeckt hatte.

Als sie schließlich die Wohnung betrat,  brach der ganze Ärger über sie herein. Ihr Vater war auch da und beide Elternteile schrien zornig auf sie ein. Die kleine Tina wurde mit den allerschlimmsten Schimpfwörtern belegt, die ein Kind von den eigenen Eltern nie hören sollte. Tina wäre am liebsten vor Scham und Angst im Boden versunken und nie mehr aufgetaucht. Die Beschimpfungen der Eltern nahmen an diesem Tag gefühlt kein Ende für sie. Tina bekam für ihre „Tat“ Stubenarrest und die Eltern sprachen später nie wieder ein Wort über diese Sache.

Später überwand Tina ihre Scham und vertraute sich der Mutter einer Freundin an. Diese Mutter war immer sehr liebevoll. Sie erklärte Tina alles, was sie wissen musste und nahm ihr somit die Ängste und ihre Unwissenheit.

Tinas eigene Mutter hatte sich leider nie die Mühe gemacht ihre Tochter aufzuklären.  Wer weiß, welche Erlebnisse sie in ihrer Vergangenheit gehabt hatte, dass sie so eine schlechte Verbindung zu ihrer eigenen Weiblichkeit hatte?

Dieser Vorfall war einer der schlimmsten in Tinas Kindheit. Es steht aber auch als großes Beispiel für die schlechte Beziehung der Eltern zu Tina. Sie hatten ihre eigenen Schuld und Schamgefühle und ihre Unwissenheit auf die kleine Tina übertragen und ihr somit großes Leid zugefügt. Welches sich bis ins erwachsenen Alter gehalten hatte.

Aber die heute erwachsene Tina hatte durch dieses Erlebnis nicht nur Probleme mit den Selbstwertgefühlen. Was viel schlimmer war:  Sie hat ein Problem mit ihrer Weiblichkeit. Als sie immer mehr vom Kind zur Frau wurde und sie immer weiblicher wurde, versuchte sie diese Weiblichkeit zu verstecken.

Zusätzlich verstärkten sich ihre Probleme durch ein weiteres schock Erlebnis als sie siebzehn Jahre war. Sie wurde in einer Diskothek von einem jungen Mann sexuell belästigt. Auch hier fühlte sie sich der Situation hilflos ausgeliefert. Auf einer unterbewussten Ebene empfand Tina ihre eigene Weiblichkeit von da an als bedrohlich. Unterbewusst hatte Tina nun immer Angst vor ihrer eigenen Fraulichkeit und Sexualität.

Somit erklärt sich uns auch warum Tina drei Operationen an ihren Brüsten vornehmen ließ, und zwar um ihre Weiblichkeit zu verstecken, um nicht aufzufallen, bzw. nicht entdeckt zu werden. (So wie die Eltern, Tinas dunkles Geheimnis unter dem Bett entdeckt hatten) Denn die Weiblichkeit war jetzt nicht nur mit Angst verknüpft, sondern besonders auch mit Schuld Gefühlen aus der Vergangenheit. Sie war jetzt etwas Bedrohliches.

Es erklärt sich uns auch, warum sie zwar mit einem Mann zusammen lebt, aber nicht wirklich mit ihm zusammen lebt. Sie hat immer dieses Gefühl in ihrem Hinterkopf, dass es falsch ist eine Frau zu sein. Oder eine Frau sein zu dürfen.

Denn dann würde das dunkle Geheimnis an die Oberfläche kommen. Es würde entdeckt werden und die Scham und Schuld würde wieder da sein und alle Leute würden schlecht über Tina denken. All das sind unterbewusste Abläufe, die leider sehr viel Macht auf uns haben können. Soviel Macht, dass wir unter Umständen sogar bereit sind unnötige Schönheits- Operationen über uns ergehen zu lassen.

Als all das in der Heilsitzung von Tinas Unbewussten in ihr Bewusstsein aufstieg und Tina klar wurde,  was die wirkliche Ursache für ihr Problem war, löste Tina es selbst auf und heilte sich selbst. Ich half ihr am Ende der Sitzung  nur noch, dass sie wieder eine starke und glückliche Verbindung zu ihrem inneren Kind herstellte und diese für immer behalten würde.

Heute ist Tina eine selbstbewusste Frau die ihre eigene Weiblichkeit und Sexualität lebt und wertschätzt.

Die Tote, die mir verzieh: Vergebung und innere Heilung

„Die Tote, die mir verzieh“ ist mehr als eine Geschichte – sie ist eine Reise in die Tiefen von Vergebung und innerer Heilung. Vergebung kann alte Wunden öffnen und neue Wege zeigen, selbst wenn uns der Schmerz noch tief im Körper und Unterbewusstsein sitzt. Dieser Erfahrungsbericht verbindet persönliche Erlebnisse mit spirituellen Einsichten und zeigt, wie Vergebung Traumata lösen kann.

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Die Tote, die mir verzieh – Vergebung, Trauma & Heilung

Schuldgefühle sind etwas, das wir alle im Laufe unseres Lebens kennenlernen. Einige dieser Gefühle haben für uns einen klaren, bewussten Ursprung, während andere tief in unserem Unterbewusstsein verborgen liegen und sich unserem direkten Zugriff entziehen.

Manche Schuldgefühle gelingt es uns loszulassen. Andere hingegen meiden wir lieber, weil die damit verbundenen Erinnerungen zu schmerzhaft sind. Doch was wäre, wenn sich die Büchse der Pandora der Schuldgefühle einmal öffnet – und sich nicht mehr schließen lässt?

Im folgenden Fallbeispiel wollen wir uns mit einer besonderen Form von Schuld auseinandersetzen.

Lilie (Name geändert), etwa 20 Jahre alt, mit einem sonnigen und herzlichen Gemüt, besuchte mich für eine Heilsitzung. Sie setzte sich mir gegenüber auf den Stuhl.

Zunächst unterhielten wir uns ganz ungezwungen. Lilie war sichtlich aufgeregt, und das lockere Gespräch half ihr, sich zu beruhigen und anzukommen. Während sie erzählte und ich sie in ihrer Gesamtheit wahrnahm, fiel mir sofort auf, dass sie – trotz ihrer warmen Ausstrahlung – etwas Dunkles, Schweres mit sich trug.

Nachdem wir uns etwas besser kennengelernt hatten, lenkte ich das Gespräch behutsam auf den Grund ihres Besuchs.

„Wobei kann ich dir helfen, Lilie?“, fragte ich.

Ihr Blick wurde unsicher, als würde sie nach den richtigen Worten suchen.

Schließlich begann sie zu erzählen.

Vor einigen Jahren hatte sie einen schweren Autounfall. Bei diesem Unfall war ein Mensch ums Leben gekommen.

Ihr Freund war mit seinem Motorrad unterwegs gewesen und musste zur Inspektion in eine Werkstatt. Lilie wollte ihn anschließend mit dem Auto abholen. Es war ein schöner Tag, beide waren gut gelaunt, und sie fuhr ihm mit angemessenem Abstand hinterher.

Nach einiger Zeit bemerkte Lilie eine Person am Straßenrand. Ihr Freund fuhr bereits an ihr vorbei. Als Lilie die Person erreichte, sprang diese plötzlich – ohne jede Vorwarnung – direkt vor ihr Auto.

Sie hatte keine Chance zu reagieren. Sie hörte nur noch den Knall des Aufpralls als der Körper mit dem Wagen kollidierte.

Mit großer Mühe brachte sie das Fahrzeug zum Stillstand. Unter Schock stieg sie aus und lief zu der reglos am Straßenrand liegenden Gestalt. Als sie näherkam, erkannte sie, dass es sich um eine Frau handelte.

Inzwischen war auch ihr Freund zurückgekehrt. Gemeinsam alarmierten sie den Rettungsdienst – doch die Frau war bereits verstorben.

Lilie machte eine Pause und atmete tief durch.

„Wir erfuhren später“, fuhr sie fort, „dass diese Frau psychische Probleme hatte. Es wurde ein Abschiedsbrief gefunden.“

Sie sah mich an.

„Allen war klar, dass ich keine Schuld an diesem Unfall hatte. Auch die Familie der Verstorbenen hat mir keine Vorwürfe gemacht. Im Gegenteil – sie zeigten Verständnis und Mitgefühl.“

Sie zögerte kurz.

„Und eigentlich weiß ich das auch selbst. Ich hätte nichts tun können. Vielleicht war es sogar besser so… Wäre sie vor das Motorrad meines Freundes gesprungen, hätte er vielleicht nicht überlebt.“

Dann sagte sie leise:

„Aber ich muss jetzt mit diesen Schuldgefühlen leben.“

Mir war klar, dass Worte allein hier nichts verändern würden.

Es gab nur einen Weg: Lilie musste selbst zu einem inneren Abschluss finden.

Ich bat sie, die Augen zu schließen, und begann die Heilsitzung. Nach kurzer Zeit tauchte sie tief in ihr Erleben ein – und durchlebte den Unfall erneut, diesmal auf einer inneren Ebene.

„Was siehst du jetzt?“, fragte ich.

Mit zittriger Stimme antwortete sie:

„Ich steige aus dem Auto… ich sehe sie am Boden liegen… ich laufe zu ihr…“

Ihr Körper begann leicht zu schwanken, Tränen liefen ihr über das Gesicht.

Dann stockte sie plötzlich.

„Jetzt passiert etwas Seltsames… Die Frau liegt nicht mehr am Boden. Sie steht vor mir… und lächelt mich an.“

In diesem Moment brach alles aus ihr heraus. Sie sank weinend zusammen. Der Schock, den sie so lange in sich getragen hatte, löste sich endlich.

Ich ließ sie diesen Prozess durchleben, unterstützte sie lediglich mit meiner Präsenz und einem leisen:

„Ich weiß…“

Nach einigen Minuten beruhigte sie sich langsam.

„Ist die Frau noch da?“, fragte ich.

„Ja“, antwortete Lilie. „Sie steht noch vor mir… und lächelt.“

„Wie fühlst du dich dabei?“

„Es ist… schön. Sie ist nicht verletzt. Sie strahlt…“

Ich nickte.

Wie Vergebung zur Heilung führt

„Möchtest du ihr etwas sagen?“

„Ja“, sagte Lilie sofort. „Ich möchte ihr sagen, wie leid mir alles tut.“

„Dann tu das.“

Mit leiser, aber klarer Stimme sprach Lilie zur Verstorbenen. Sie erzählte von ihrem Schmerz, ihrer Schuld, ihrer Verzweiflung.

Als sie fertig war, fragte ich:

„Wie reagiert sie?“

„Sie schaut mich einfach liebevoll an…“

„Frag sie, was du tun kannst, damit es dir besser geht.“

Lilie tat es.

Dann erschien ein sanftes Lächeln auf ihrem Gesicht.

„Sie hat meine Hände genommen… Ich höre ihre Stimme… nicht mit den Ohren, sondern in mir…“

„Was sagt sie?“

Lilie schluchzte leise.

„Sie bittet mich um Verzeihung… Sie sagt, es war nicht meine Schuld… Sie war krank… sie wusste nicht mehr, was sie tat…“

Tränen liefen über ihr Gesicht – doch diesmal waren es Tränen der Erleichterung.

Ich ließ die beiden noch eine Weile miteinander in Verbindung bleiben, bis ich spürte, dass sich der Moment dem Ende näherte.

Ich bat Lilie, sich zu verabschieden.

In ihrer inneren Wahrnehmung sah sie, wie die Frau in ein helles Licht überging und verschwand.

Auch ich spürte, wie die Präsenz langsam nachließ.

Wir beendeten die Sitzung.

Lilie setzte sich aufrecht hin – und strahlte.

„Wie fühlst du dich jetzt?“, fragte ich.

„Ich fühle einen unglaublichen Frieden“, sagte sie.

Dann sah sie mich an:

„Was war das gerade? War das wirklich sie?“

Ich lächelte leicht.

„Es gibt Menschen, die würden sagen, es war eine Projektion deines Unterbewusstseins. Und das ist verständlich.“

Ich machte eine kurze Pause.

„Aber wer so etwas selbst erlebt, weiß, wie real es sich anfühlt.“

Lilie nickte.

„Es war so klar… so echt… danke.“

„Melde dich, falls noch etwas nachkommt“, sagte ich.

Doch dieser Anruf kam nie.

Lilie hatte ihren Frieden gefunden.

Und vielleicht – auf ihre Weise – auch die Verstorbene.

Zwei Seelen, die loslassen konnten.

Und ich dachte bei mir:

Was für eine wundervolle Erfahrung.

Putzzwang und Kindheitstrauma

„Zwangsstörungen sind psychische Störungen. Es besteht für den Betroffenen ein innerer Drang, bestimmte Dinge zu denken oder zu tun. Der Betroffene wehrt sich gegen das Auftreten der Zwänge und erlebt diese als übertrieben und sinnlos. Die Störung bringt deutliche Belastungen und Beeinträchtigungen des Alltagslebens mit sich. Ältere Bezeichnungen für Zwangsstörungen sind Zwangserkrankung, Zwangsneurose und anankastische Neurose.“
(Quelle: Wikipedia)

Putzzwang und Kindheitstrauma – Zusammenhang zwischen Zwang und innerem Stress

Wenn die Vergangenheit den Alltag bestimmt: Die Geschichte von Hilde

In einer meiner Heilsitzungen traf ich auf eine Dame mittleren Alters. Nennen wir sie Hilde. Hilde berichtete mir, dass sie unter einem enormen Druck leide, ausgelöst durch eine Zwangsstörung.

Hilde konnte ihre Wohnung nicht verlassen, bevor sie nicht absolut sicher war, dass wirklich alles pikobello aufgeräumt und sauber war – ein klassischer Putzzwang. Mittlerweile war es sogar schon so weit gekommen, dass sie immer häufiger zu spät zur Arbeit erschien und ihr Arbeitgeber ihr bereits mit Konsequenzen drohte. Eine Abmahnung hatte sie schon erhalten. Obwohl sie alles versuchte, um die Wohnung rechtzeitig zu verlassen und pünktlich zur Arbeit zu kommen, gelang es ihr nicht.

Putzzwang und Kindheitstrauma – eine überraschende Ursache

Ich stellte mich hinter sie und ließ meine Energie in sie hineinfließen, damit Hilde herausfinden konnte, was die wirkliche Ursache für ihr Leiden war. Nach einiger Zeit tauchten die ersten Bilder aus ihrem Unterbewusstsein im Bewusstsein auf. Sie fing an zu lachen und sah sich im Alter von vier oder fünf Jahren zusammen mit ihrem Zwillingsbruder in ihrem gemeinsamen Zimmer spielen. Die beiden hatten großen Spaß und tobten ausgelassen in einem regelrechten Schlachtfeld aus Spielzeug, das vorher einmal ihr Kinderzimmer gewesen war.

Als sie sich gerade eine heftige Kissenschlacht lieferten, kam ihre Großmutter herein. Sie passte auf die beiden auf, da ihre Mutter arbeiten war, und erblickte das Chaos. Sofort fing sie an zu schimpfen und befahl den Kindern, mit dem Unsinn aufzuhören. Völlig erschrocken hörten beide sofort auf und standen wie angewurzelt vor ihrer schimpfenden Oma.

Als ich Hilde fragte, was als Nächstes passierte, liefen ihr Tränen über das Gesicht. Sie erzählte, dass ihre Oma ihren Bruder auf den Arm nahm und nur ihr allein die Schuld für das ganze Tohuwabohu gab.

Ich fragte Hilde, wie sie sich dabei gefühlt habe. Sie antwortete, dass es sich schrecklich angefühlt habe. Obwohl beide daran beteiligt gewesen waren, bekam nur sie die Schuld. Das war ungerecht, und sie wollte am liebsten den Raum verlassen.
„Meine Großmutter hat meinen Bruder schon immer bevorzugt“, sagte sie.

„Was passiert als Nächstes?“, fragte ich.

„Meine Oma sagte mir, ich dürfe den Raum erst verlassen, wenn ich alles vollständig aufgeräumt hätte. Dann ging sie mit meinem Bruder hinaus, schloss die Tür, und ich blieb allein zurück. Ich war sehr traurig und habe geweint. Ich räumte auf, so gut ich es eben konnte – aber meine Oma kam nicht zurück.“

„Warum nicht?“, hakte ich nach.

„Meine Mutter kam nach Hause, und meine Großmutter ist wohl direkt gegangen. Dann öffnete meine Mutter die Tür, begrüßte mich und holte mich zum Essen.“

Nachdem wir die Heilsitzung beendet hatten, fragte ich Hilde, wie sie sich jetzt fühle. Sie lächelte und sagte:

Zusammenhang zwischen Putzzwang und Kindheitserfahrungen

„Ich verstehe jetzt, warum ich diesen Putzzwang habe. Jetzt ist mir alles klar geworden. Ich warte heute noch darauf, dass meine Großmutter mich aus dem Zimmer holt!“

„Genau“, antwortete ich. „Du hast damals ein kleines Trauma erlitten. Manchmal kann bei Kindern schon eine scheinbare Kleinigkeit ein Trauma auslösen.“

Ein Trauma entsteht durch einen Schock, der nicht aufgelöst werden konnte – wie ich an anderer Stelle dieses Blogs bereits erwähnt habe. Kommen zu einem solchen Schock noch Angst und Schuldgefühle hinzu, kann das später zu verschiedenen Neurosen oder sogar schwereren psychischen Problemen führen.

„In deinem Fall“, erklärte ich ihr, „hast du einen Putzzwang entwickelt. Du konntest den Raum – beziehungsweise heute deine Wohnung – nicht verlassen, bevor für dich nicht alles perfekt aufgeräumt war. Andernfalls hättest du unterschwellige Schuldgefühle gehabt, die dich stark verunsichert hätten.“

„Das stimmt“, sagte Hilde. „Ich fühlte mich dann immer irgendwie schuldig.“

„Deine Großmutter hat dich damals im Zimmer zurückgelassen. Obwohl du alles so gut wie möglich aufgeräumt hattest, kam sie nicht zurück, um dich aus dieser Situation zu entlassen. Dabei wäre genau das notwendig gewesen. Sie hat dir die Strafe auferlegt – und nur sie hätte sie auch wieder aufheben können. Dadurch, dass sie es nicht tat, blieben die Schuldgefühle bestehen.“

Ich fragte sie: „Wie lange hast du diesen Putzzwang schon?“

„Ungefähr seit zwei Jahren“, antwortete Hilde.

„Kann es sein“, sagte ich, „dass deine Großmutter ungefähr vor zwei Jahren verstorben ist?“

„Ja, das stimmt!“, antwortete Hilde und sah mich an, als würden ihr sprichwörtlich die Schuppen von den Augen fallen. „Meinst du, dass ich jetzt von diesem Zwang befreit bin?“

„Nun“, antwortete ich, „das werden wir spätestens sehen, wenn du wieder zur Arbeit gehst. Die Ursache deines Problems ist jetzt an die Oberfläche gekommen. Sobald ein Mensch die Ursache für sein Verhalten wirklich versteht, können sich die Probleme oft auflösen, weil das Unterbewusstsein keinen Grund mehr hat, diese alten Gefühle immer wieder hervorzurufen.“

Wenn wir beginnen, diese inneren Ursachen zu verstehen, kann sich ein neuer Weg öffnen:
mehr Bewusstheit, mehr Selbstmitgefühl – und Schritt für Schritt mehr Freiheit im eigenen Leben.

Einige Tage später rief mich eine überglückliche Hilde an. Sie berichtete mir, dass sie keinerlei Drang mehr verspüre, diesen Zwang auszuführen. Man könne sich kaum vorstellen, wie glücklich und befreit sie sich fühle, einfach einmal eine unordentliche Wohnung zurückzulassen.

So schön kann das Leben manchmal sein. 🙂

Frühchen im Brutkasten: Wie erste Gefühle unser Leben prägen

Frühgeborenes – erste emotionale Erfahrungen und Bindung

Wie Eifersucht und Bindung schon im Brutkasten entstehen können

Schon früh erleben Babys Gefühle, die uns ein Leben lang begleiten. Bindung, Nähe und erste Wahrnehmungen können unser Verhalten, Eifersucht und emotionale Reaktionen beeinflussen.

Eine Reiki-Schülerin bat mich um eine Heilsitzung. Sie hatte den zweiten Reiki-Grad bei mir absolviert und kannte dadurch auch meine Arbeit als Heiler. Nennen wir sie Vicky. Sie ist 25 Jahre alt, eine sehr freundliche und liebevolle Persönlichkeit.

Vicky berichtete, dass sie seit einiger Zeit in bestimmten Situationen plötzlich und scheinbar aus dem Nichts sehr eifersüchtig auf andere Personen wurde. Meist handelte es sich um Personen aus ihrem Familienkreis. Sie erzählte von einem besonders heftigen Vorfall beim letzten Weihnachtsfest: Sie feierte mit ihrem Freund und dessen Schwester. Als sie sich gegenseitig Geschenke überreichten, überkamen Vicky plötzlich Gefühle von Neid und Eifersucht auf die Schwester ihres Freundes. Sie machte ihrem Freund eine Szene und war wütend auf ihn und seine Schwester.

Obwohl sie beide sehr liebte und selbst ein tolles Geschenk von ihrem Freund erhalten hatte, konnte sie nichts gegen diese Gefühle tun. Danach tat es ihr leid, und sie konnte nicht verstehen, warum sie sich so verhalten hatte. Eigentlich passte das überhaupt nicht zu ihr.

Ich befragte sie zu ihrer Familiensituation und ihrer Kindheit. Nichts deutete auf ein Trauma hin, das ihr Verhalten erklären könnte. Wir begannen mit der Heilsitzung, in der ich Vicky durch Heilenergie auf eine andere Bewusstseinsebene führte, um die Ursache ihrer Problematik zu finden.

Nach einiger Zeit zeigten sich erste Bilder. Vicky erinnerte sich an Momente, in denen sie Angst hatte, dass ihre Eltern nicht zurückkommen würden, wenn sie nur kurz zum Einkaufen gingen. Sie bekam regelmäßig Panikgefühle. Auch hatte sie Angst, dass ihre ältere Schwester plötzlich nicht zurückkehren könnte. Wir blieben auf dieser Spur und ich fragte ihr Unterbewusstsein nach der Ursache dieser Gefühle.

Bald änderten sich die Bilder: Vicky sah sich selbst als Säugling in einem durchsichtigen Brutkasten liegen. Sie war ein Frühchen und musste zunächst in einem Inkubator verweilen – eine Tatsache, die sie zuvor nicht erwähnt hatte, da sie ihr unwichtig erschien. Sie berichtete, dass ihre Eltern zeitweise bei ihr waren, dann aber wieder gehen mussten. Für die kleine Vicky war das sehr schlimm; sie fürchtete, dass sie nicht zurückkommen könnten.

Besonders freute sie sich, wenn ihre Eltern wiederkamen, und auch ihre Schwester besuchte sie und spielte mit ihr. Vicky genoss die volle Aufmerksamkeit der Familie, beobachtete die Spiele ihrer Schwester und sehnte sich nach Zuneigung. Auch die Großmutter kam manchmal vorbei, spielte und umarmte die Schwester, während Vicky sich nach derselben Aufmerksamkeit sehnte.

Als ich Vicky fragte, wie sie sich dabei fühlte, antwortete sie: „Ich glaube, ich bin eifersüchtig. Ich will auch das Spielzeug haben, das meine Schwester hat. Ich will auch von meiner Oma umarmt werden. Es macht mich wütend, dass es keiner bemerkt.“

Damit hatten wir die Ursache gefunden. Vicky erkannte, dass die Wurzeln ihrer Eifersucht und Angst in diesem frühkindlichen Erlebnis lagen. Nach der Sitzung konnte sie die kleine Vicky in ihre Arme nehmen und Frieden mit der damaligen Situation schließen. Die kleine Vicky wurde in ihr jetziges Leben integriert, und die Angst vor Verlassenwerden konnte losgelassen werden.

Ist es nicht erstaunlich, wie viel wir bereits im frühesten Stadium unseres Lebens aufnehmen? Auch wenn wir uns nicht bewusst daran erinnern, speichert unser Unterbewusstsein alles ab. Manche Klienten erinnern sich in Heilsitzungen sogar an Traumatisierungen aus der Zeit im Mutterbauch.

Einige Zeit später berichtete Vicky: „Kurz vor Ostern war ich ein paar Tage mit meinem Freund bei seiner Schwester. Es war so entspannt wie nie zuvor. Ich war sogar ein bisschen stolz darauf.“

Geistiges Heilen – Die Kraft der Liebe

Geistiges Heilen – die Kraft der Liebe erleben

Geistiges Heilen – die Kraft der Liebe erleben

Geistiges Heilen – die Kraft der Liebe ist ein Ansatz, der die energetische Verbindung zwischen Körper, Geist und Seele nutzt. Liebe­volle Aufmerksamkeit, Energieübertragung und innerer Fokus können dabei helfen, Harmonie, Wohlbefinden und persönliches Wachstum zu fördern.


Seit vielen Jahren helfe ich Menschen dabei, ihr höchstes Potenzial zu entfalten. Dabei arbeite ich mit einer Methode, die man geistiges Heilen nennt. Da es über dieses Thema viele Missverständnisse und Vorurteile gibt, setze ich mich sehr dafür ein, mehr Aufklärung über diese besondere Kunst zu schaffen.

Geistiges Heilen ist eine hohe Kunst und – richtig angewendet – ein wunderbares Werkzeug, um Menschen zu helfen.

Die meisten Menschen denken beim geistigen Heilen zunächst an das Handauflegen. Viele Heiler bevorzugen tatsächlich das reine Übertragen von Energie durch die Hände. Für mich persönlich bedeutet geistiges Heilen jedoch weit mehr als nur das.

Ich weise immer wieder darauf hin, wie wichtig es ist, nicht nur die Symptome einer Krankheit oder eines Problems zu betrachten, sondern vor allem deren Ursprung zu erkennen – also die eigentliche Ursache zu verstehen.

In gewisser Weise sind Heiler auch gute Detektive. Ein großer Teil meiner Arbeit besteht tatsächlich aus dieser Art von „Detektivarbeit“. Geistiges Heilen bedeutet, die Komplexität und Mehrdimensionalität von Körper, Geist und Seele wirklich zu verstehen, sie in den Heilungsprozess einzubeziehen und wieder in Harmonie miteinander zu bringen.

Liebe als zentrale Kraft im Heilprozess

Das Wichtigste bei meiner Arbeit ist jedoch die Kraft der Liebe.

Heilung bedeutet nicht, einen Menschen verändern zu wollen, damit sich sein Zustand verbessert. Ein entscheidender Schritt zur Heilung ist vielmehr die vollständige Annahme eines Menschen – genau so, wie er in diesem Moment ist.

Heilung geschieht durch bedingungslose Liebe.
Oder anders ausgedrückt: durch das vollständige Akzeptieren eines Menschen so, wie er ist.

In einer Heilsitzung möchte ich niemanden verändern. Denn sobald ich den Wunsch habe, jemanden verändern zu wollen, steckt dahinter bereits der Gedanke, dass diese Person so, wie sie ist, nicht gut genug sei. Auf einer unbewussten Ebene würde ich sie damit ablehnen.

Wenn ich also jemanden von seiner Krankheit „heilen“ möchte, betrachte ich ihn bereits als unvollständig oder mangelhaft. In diesem Moment entsteht eine mentale Barriere – und unter solchen Bedingungen kann keine echte Heilung stattfinden.

Ein Heiler heilt eigentlich niemanden.
Nur der Mensch selbst kann sich von seinen Problemen befreien – wenn er es wirklich aus tiefstem Herzen möchte und der Heiler in der Lage ist, ihn bedingungslos anzunehmen.

Krankheit entsteht nicht zufällig. Und sie entsteht auch nicht, weil ein Mensch vielleicht schlechtere Gene hat als ein anderer. Ebenso wenig entsteht sie, weil man sich bei einem strafenden Gott versündigt hat oder weil das Universum jemanden bestrafen möchte.

Eine Krankheit beginnt immer zuerst in unserem eigenen Geist – in einem Moment der Abwesenheit von Liebe.

Die Kraft der Annahme

Kommt ein solcher Mensch zu einem Heiler, stellt dieser die Energie und die Liebe zur Verfügung, die der hilfesuchende Mensch benötigt, um die Ursache seiner Erkrankung zu erkennen. Der Blick richtet sich dann nicht mehr nur auf die Symptome. Stattdessen entsteht die Möglichkeit, hinter die Kulissen des Unterbewusstseins zu schauen.

Sobald diese Erkenntnis vom Unbewussten ins Bewusstsein aufsteigt, kann Heilung geschehen.

Im Grunde genommen sind wir alle immer wieder Heiler in unserem Leben – nur ist uns das meist nicht bewusst.

Eine Mutter zum Beispiel, die ihr Kind liebevoll tröstet, nachdem es hingefallen ist, ist bereits eine Heilerin. Jeder Mensch, der einem anderen in einer schwierigen Situation mit Mitgefühl und Zuwendung begegnet, wirkt heilend.

Wir alle besitzen diese Fähigkeit

Die Liebe ist unser stärkster Verbündeter, wenn es darum geht, Heilung zu ermöglichen. In diesem Sinne ist geistiges Heilen eigentlich nichts Außergewöhnliches. Jeder Mensch könnte es praktizieren.

Zuerst kommt immer die Liebe – und erst danach kommen Techniken, mit denen Heilenergien übertragen werden können.

Was tun wir zum Beispiel ganz automatisch, wenn wir Bauchschmerzen haben oder Zahnschmerzen verspüren? Wir legen instinktiv unsere Hand auf die schmerzende Stelle. Das geschieht ganz intuitiv und ohne darüber nachzudenken.

Warum tun wir das?

Dieses Wissen ist tief in unserem Unterbewusstsein gespeichert. Es ist ein uralter Instinkt.

Und obwohl uns der sogenannte gesunde Menschenverstand oft sagt, dass es nichts bringen könne, tut es uns dennoch gut.

Was tut eine Mutter, wenn ihr Kind Bauchweh hat?
Sie legt ihre Hände auf den Bauch und streichelt ihn liebevoll. Und oft ist der Schmerz kurze Zeit später gemildert oder sogar verschwunden.

Ist das Einbildung oder nur ein Placeboeffekt?

Nein. Es ist ein uraltes Wissen, das in uns allen vorhanden ist – auch wenn es uns nicht immer bewusst ist. Es ist die Liebe und Energie der Mutter, die dem Kind Linderung bringt.

Und an dieses Wissen erinnern wir uns auch als Erwachsene noch, wenn auch oft nur unbewusst.

Liebe als universelle Heilkraft

Vor einiger Zeit wurde mir eine Geschichte erzählt, in der sich ein wahres Wunder ereignete.

Eine Australierin brachte Zwillinge zur Welt. Es kam jedoch zu schweren Komplikationen, und beide Babys schwebten in Lebensgefahr. Schließlich erklärten die Ärzte der Mutter, dass das Mädchen überlebt habe, der Junge jedoch leider verstorben sei.

Die Ärzte brachten den Eltern ihren für tot erklärten Sohn, damit sie sich verabschieden konnten. Die Mutter nahm ihr Baby auf die Brust und hielt es fest in ihren Armen. Das Kind zeigte keinerlei Lebenszeichen.

Doch sie konnte sich einfach nicht von ihrem Sohn trennen. Sie hielt ihn weiter fest, streichelte ihn und sprach mit ihm – fast zwei Stunden lang.

Dann hörte sie plötzlich einen Atemzug.

Die Ärzte erklärten zunächst, dass es sich lediglich um einen Reflex handeln müsse. Doch in diesem Moment öffnete der kleine Junge seine Augen.

„Zuerst atmete er ein, dann öffnete er die Augen und begann sich zu bewegen“, erzählte die Mutter später. „Das war ein Wunder.“

Auch die Ärzte konnten kaum glauben, was geschehen war. Einer von ihnen wiederholte immer wieder: „Ich kann nicht glauben, was hier passiert.“

Heute erfreut sich der Junge – genau wie seine Schwester – bester Gesundheit.

Ich habe von mehreren solchen Geschichten gehört.

In England zum Beispiel ereignete sich ein ähnlicher Fall. Ein Baby wurde geboren und zeigte kaum Lebenszeichen. Es lag im Sterben, und die Hebammen warteten verzweifelt auf den zuständigen Arzt, der sich jedoch verspätete.

Schließlich bat eine Krankenschwester einen geistigen Heiler um Hilfe, der sich zufällig in der Nähe der Station aufhielt. Dazu muss man wissen, dass in einigen Krankenhäusern in England auch geistige Heiler tätig sein dürfen.

Der Heiler nahm das Baby in seine Arme und begann, ihm Liebe und Energie zu geben. Innerhalb von etwa fünfzehn Minuten stabilisierte sich der Zustand des Kindes.

Als der Arzt schließlich eintraf, berichteten die Hebammen ihm voller Freude, was geschehen war. Doch nachdem er das Baby untersucht hatte und nichts Ungewöhnliches feststellen konnte, ermahnte er sie, sich professionell zu verhalten. Sie sollten solche Geschichten nicht verbreiten – sie hätten sich das alles nur eingebildet.

Doch an diesen Beispielen wird deutlich, welche große Rolle die Liebe spielt, wenn es um Gesundheit und Heilung geht.

Die Rolle des Heilers

Liebe wurde einmal als der „Arzt des Universums“ bezeichnet – als eine Medizin, die in der Lage ist, alle Krankheiten zu heilen. Liebe ist mehr als nur ein Gefühl oder eine Charaktereigenschaft. Liebe ist eine Kraft des Geistes.

Was unterscheidet nun einen guten Heiler von einem wahrhaftigen Heiler?

Ein wahrhftiger Heiler ist in der Lage, seine Klienten vollständig in seiner Liebe anzunehmen.

Ich habe im Laufe meines Lebens viele Heiler kennenlernen dürfen. Diejenigen, die besonders erfolgreich waren und beinahe Wunder bewirkten, hatten eines gemeinsam: Sie waren voller Liebe für die Menschen, die zu ihnen kamen.

Diese Heiler sind fast immer sehr bescheidene Menschen. Sie haben kein Interesse daran, mit ihren Erfolgen zu prahlen. Oft spielen sie ihre Leistungen sogar herunter.

Ihr Ego steht für sie nicht im Mittelpunkt. Sie wissen, dass ihre Arbeit nur durch die Kraft der Liebe möglich ist.

Sie verstehen die Natur der spirituellen Gesetze – und für sie hat geistiges Heilen nichts mit etwas Übersinnlichem oder Paranormalem zu tun.

Geistiges Heilen gelingt oft am besten mit Achtsamkeit, regelmäßiger innerer Ausrichtung und dem Bewusstsein, dass Liebe als energetische Kraft wirkt — nicht nur als Gefühl, sondern als verbindende und heilende Energie.


„Eines Tages wird die Menschheit nicht länger im außen suchen, um Heilung zu finden. Dann wird sie die Liebe in jedem Menschen als universelle Medizin erkennen – und das Leben selbst wird wieder zu dem Wunder, das es immer war.“

Marco Hennings